Sonntag, 11. Februar 2018

San Diego - America's Finest City

Nachdem wir uns am Ankunftstag einen kurzen Überblick über San Diego verschafft haben, wollten wir in den kommenden zwei Tagen die Stadt näher kennen lernen.

Aufgrund des Jet Lags waren wir wieder früh wach und unser erster Weg führte uns in die Old Town. Allerdings waren die Geschäfte gegen 8:30 Uhr noch geschlossen und so war hier auch nicht viel los.


Die Old Town ist San Diegos Keimzelle, entstanden aus einer Missionarssiedlung im 19. Jahrhundert. Mit der typischen Architektur kann man sich auch heute noch in diese Zeit zurückversetzen.



Das nächste Ziel war Coronado. Die Gemeinde liegt auf einer Insel in der Bucht von San Diego und gehört nicht mehr zum eigentlichen Stadtgebiet. Das war auch zu spüren, denn dort war alles etwas ruhiger als in San Diego.

Einen sehr breiten Sandstrand gibt es hier.


An diesem Strand liegt auch das Hotel del Coronado. Dort wurde in den 1950er Jahren Teile des Films "Manche mögen's heiß" gedreht. Heute ist das Hotel eine luxuriöser Komplex mit Restaurants, Bars und kleinen Geschäften.


Mittlerweise zeigte sich auch das Wetter von seiner besten Seite. Wir wussten nun, warum die Einwohner San Diegos ihre Stadt "America's Finest City" nennen.

Der Pool des Hotel del Coronado:


Wir fuhren auf die "bayside" der Insel und schauten nach San Diego rüber. Mittlerweile frischte der Wind auf und erzeugte in der kleinen Bucht einen doch recht beträchlichen Wellengang.

Zum Abendessen fuhren wir wieder nach San Diego. Wir wollten, nachdem wir nur einige Kilometer von der mexikanischen Grenze entfernt waren, auch die Küche des südlichen Nachbars probieren. Die Wahl fiel auf "La Puerta" in der 4th Avenue.


Sehr gute Quesadillas und zur Happy Hour auch preislich mehr als in Ordnung. Allerdings sollte man etwas Wartezeit einkalkulieren, bevor der Tisch frei wird. An selbigem hatten wir aber einen interessanten Blick auf eine Art "Wall of Fame".


Nach dem Essen gönnen wir uns noch einen kurzen Zwischenstopp im "Barleymash", einer großen Bar mit interessantem Craft Beer mitten im Gaslamp Quarter, bevor wir wieder unser Hotel aufsuchten.


Donnerstag, 8. Februar 2018

Über den Highway No. 1 nach San Diego

Am ersten "richtigen" Urlaubstag wollten wir zunächst an die Küste. Nachdem wir aufgrund des Jet Lags schon um 5:00 Uhr Ortszeit wach waren, schlugen wir erst noch etwas Zeit im Hotelzimmer tot. Das TV-Programm gab am frühen Sonntag Morgen aber auch nicht allzu viel her, so dass wir gegen 7:00 Uhr mit die ersten beim Frühstück waren. Von Costa Mesa war es nur eine kurze Fahrt nach Newport Beach. Am Pier angekommen zeigte sich allerdings der Himmel bewölkt.


Allzu warm war es auch nicht, also fuhren wir recht schnell weiter Richtung San Diego. Wir entschieden uns dazu, so weit wie möglich über den Highway No. 1 zu fahren. Dieser ist auf dem südlichen Teilstück im Gegensatz zu der Strecke zwischen San Francisco und Los Angeles landschaftlich nicht allzu sehenswert, führt dafür aber durch einige nette Ortschaften. Vor Carlsbad geht es aber nur noch über die Interstate 5 weiter, da ein Atomkraftwerk und militärisches Sperrgebiet an der Küste liegen. Immerhin konnten wir an einem Autobahnparkplatz das Meer sehen, jetzt auch bei besserem Wetter.


Wärmer war es dann in La Jolla, einem der nördlichen Stadtteile San Diegos. Die Seelöwen fanden auch, dass die Witterung perfekt zum Sonnenbaden ist.

   
Der Strand war abgesperrt - so hatten die Tiere auch auf dem Sand ihre Ruhe:
 


Wir fuhren weiter in unser Hotel, dem Holiday Inn Express San Diego Downtown. Auch hier gab es ein Upgrade aufgrund meines IHG Gold Status. Diesmal war ein Balkon "extra". Das Hotel liegt etwa 15 Minuten zu Fuß vom Gaslamp Quarter entfernt und ist doch noch relativ günstig, also ein guter Kompromiss zwischen Lage und Preis. Wir nutzten den späten Nachmittag zu einem kleinen Stadtrundgang.


"Eingangsschild" zum Gaslamp Quarter. Das Viertel ist das Herz von San Diego Die meisten Restaurants und Kneipen befinden sich hier. Die Gaslampen, nach denen der Stadtteil benannt wurde, gibt es allerdings bis auf ein paar Ausnahmen nicht mehr. Wohl zu gefährlich. Im Vordergrund ist die moderne Version der Lampen im historischen Kleid zu sehen.


Das Convention Center liegt direkt am Rande des Gaslamp Quarters. Von der Terasse des Messegebäudes hatten wir einen schönen Blick über die Bucht, an der San Diego liegt.


Später wurden die Laternen im Gaslamp Quarter angeschaltet:


Platz vor dem Einkaufszentrum Westfield Horton Plaza, im Hintergrund das schick anzusehende US Grant Hotel.


Nach dieser kleinen Runde gingen wir wieder in unser Hotel, am nächsten Tag wollten wir die Stadt näher erkunden.

To be continued... 

Sonntag, 4. Februar 2018

California, here we come

Ende November ging es für uns nach Kalifornien - genauer gesagt war eine Rundreise durch den US-Bundesstaat im Westen mit kleinen Abstechern nach Nevada, Arizona und Utah geplant.

Los ging es diesmal ab Düsseldorf. Dort ist der Parkplatz P25 zu empfehlen, den wir erst kürzlich entdeckt haben. Dieser ist zwar nicht überdacht, aber recht günstig und in fußläufiger Entfernung zum Terminal gelegen. Nach einem kurzen Flug nach London-Heathrow stiegen wir in den A380 von British Airways:


Nach gut zehn Stunden Flugzeit landeten wir in Los Angeles, wo wir nach der sehr schnellen Einreise mit dem Shuttlebus zu Hertz fuhren. Als wir aus dem klimatisierten Terminal kamen, erwarteten uns 22°C. Und das um 21:00 Uhr - perfektes Wetter für den Urlaubsstart.

An der Mietstation versuchte der Mitarbeiter, uns allerlei Versicherungen zusätzlich zu verkaufen. Doch diesmal nicht auf die US-übliche Weise, dass man ungefähr zehn Fragen mit "Nein" beantworten musste, um bei dem Paket zu bleiben, das man gebucht hatte. Nein, diesmal wurden die Versicherungen einfach wortlos zum Mietvertrag hinzufügt. Dort erschien dann der doppelte Betrag. Zum Glück schaue ich mir den Mietvertrag immer etwas genauer an, das hat uns wahrscheinlich im Nachhinein einige Diskussionen erspart. In der Choice Line war leider auch kein Dodge Charger vorhanden, so dass wir mit einem Chevrolet Malibu vorlieb nehmen mussten. Etwa 40.000 Meilen auf dem Tacho, aber am Ende doch keine schlechte Wahl. Fotos gibt es im späteren Verlauf der Reise noch.

An diesem Abend führte uns die Fahrt nur noch nach Costa Mesa, zumindest gegen späten Abend etwa eine Stunde Fahrt vom Flughafen entfernt. Im Holiday Inn Express hatten wir ein Standardzimmer gebucht, bekamen aber aufgrund meines IHG Rewards Club Gold Status ein Upgrade auf eine Suite. Wir waren ja nur zum Schlafen dort, aber dennoch nett, dass das Zimmer etwas größer ausfiel:


  
To be continued...

Sonntag, 5. Februar 2017

Zwei Tage in Boston


Zum dritten Mal während unseres Aufenthaltes in den USA fuhren wir nach Boston. Doch zuerst machten wir noch einen Zwischenstopp in den Tanger Outlets in Tilton. Eigentlich ein Outlet wie viele andere, allerdings fand ich recht angenehm, dass es unter der Woche morgens ziemlich ruhig war.

Schwierig erwies sich die Suche nach einer Unterkunft in Boston. Bereits Monate vorher habe ich immer mal wieder nach einem Hotel gesucht, doch unter 250 Euro pro Nacht gab es nichts Vernüftiges in Boston selbst. Auch die App Hotel Tonight, die ich für ganz kurzfristige Buchungen gerne mal nutze, hatte keine gute Angebote parat. Die Notlösung war dann das Charles River Motel. Das können wir leider nicht weiterempfehlen, insbesondere nicht für immer noch etwa 95 Euro pro Nacht. Eine Google-Recherche und die mittlerweile vorhandenen Bewertungen, zum Beispiel bei booking.com, zeigen warum.

Vom Hotel wollten wir uns die Laune aber nicht verderben lassen. Wir kauften kurzfristig Tickets für das Baseballspiel zwischen den Boston Red Sox und Toronto. Zum Glück saßen wir im Fenway Park überdacht, so dass der Regen uns ebenso wenig ausmachte wie dem Spielfeld, das bis kurz vor Spielbeginn noch unter einer Plane abgedeckt war.


Drei kurzweilige Stunden später stand das Ergebnis fest, die Red Sox hatten gewonnen:


Spät abends regnete es immer noch, daher fuhren wir mit einem Uber-Fahrer zurück zum Hotel.

Am nächsten Tag war das Wetter leider nicht viel besser. Dennoch wollten wir es uns nicht nehmen lassen, den Freedom Trail zu erkunden. Der Weg verbindet die wichtigsten Sehenswürdigkeiten von Boston miteinander.

Wir starteten den Tag jedoch zunächst an der Universität von Harvard.


Nach dem Kurzbesuch fuhren wir mit der U-Bahn nach Downtown. Der Freedom Trail startet am Boston Common, einem Park mitten in der Innenstadt:


King's Chapel Burying Ground. Einer der Passagiere der Mayflower wurde hier begraben:


Das Innere der King's Chapel. Hier geht es um die goldene Ananas:


Das Old South Meeting House, in dem die Boston Tea Party ihren Ausgangspunkt hatte:


Weiter ging es zum Old State House, dem ehemaligen Rathaus von Boston.


Die Markthalle Faneuil Hall:


Direkt gegenüber wurde in den 1960er Jahren die neue City Hall gebaut. Das Gebäude im Stil des Brutalismus stellt einen riesigen Kontrast zur filigranen Markthalle dar.

 
An anderen Ufer des Charles River liegt die USS Constitution, das älteste noch seetüchtige Kriegsschiff der Welt.


Abends flüchteten wir erneut vor dem regnerischen Wetter. Diesmal war unser Ziel die Agganis Arena, die Eishockeyhalle der Boston University. Das Team der Boston University spielte gegen die University of Prince Edward Island aus Kanada und siegte 10:2.


Die "Wall of Fame" aller NHL-Spieler der Boston University:


Am nächsten und letzten Tag wollten wir noch ein paar Stunden nutzen, um Downtown erkunden, bevor wir den Flug nach Frankfurt antreten sollten. Dafür wollten wir unser Gepäck am Greyhound-Busbahnhof deponieren. Dort angekommen war allerdings 20 Minuten lang kein Mitarbeiter aufzufinden, der unser Gepäck entgegen nehmen könnte. Auch wenn er oder sie vielleicht noch aufgetaucht wäre, wurde so auch die spätere Abholung für uns unkalkulierbar, so dass wir direkt zum Flughafen fuhren.

In Boston hatten wir leider kein Glück mit dem Wetter, dennoch war der Freedom Trail ein Must-Do. Wohl nirgendwo in den USA kann man die Entstehungsgeschichte des Landes so komprimiert kennenlernen.

Die Wartezeit am Flughafen verkürzten wir uns mit Flugzeug-Gucken. Die Emirates-Maschine flog etwa 1 1/2 Stunden vor unser Lufthansa 747-8 (im Hintergrund) los:


Irgendwann in der Nacht über dem belgisch-französischen Kohlerevier:


Der Rückflug war übrigens sehr entspannt. In der Reihe 47 (auch hier hatten wir einen der wenigen Zweierblöcke - nachzusehen bei Seatguru) ließ es sich mit einer gut gelaunten Crew gut aushalten. Überpünktlich landeten wir in Frankfurt und wenige Stunden später waren wir auch wieder zu Hause.

Insgesamt hatten wir spannende 12 Tage hinter uns. Die USA waren auch im Herbst 2016 wieder eine Reise wert. Mit dem Mittleren Westen, Chicago, Boston und den Bergen Neuenglands hatten wir komplett unterschiedliche Gegenden und Städte sehen können und eine gute Mischung aus Entspannung und Aktivität zusammengestellt.